Best Practice für das Kollegium

Warum nicht mal freie Bildungsmaterialien nutzen?

Open Educational Resources (OER) sind freie Bildungsmaterialien, die Ihnen eine Alternative zu Werken bieten, die nach dem klassischen Urheberrecht geschützt sind. Besonders im Bildungsbereich hat sich eine starke Community gebildet.

Mit dem Urheberrecht ist es so eine Sache: Es ist schwer verständlich, und ständig schwebt das Damoklesschwert einer Urheberrechtsverletzung über den Köpfen im Kollegium. Wir versuchten in der letzten Ausgabe bereits, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Aber es gibt noch andere Quellen und Materialien, die Ihnen mehr Rechte einräumen und flexibler in der Nutzung sind.

Was sind OER?

„Open Educational Resources“ (OER) sind jegliche Arten von Lehr-Lern-Materialien, die gemeinfrei oder mit einer freien Lizenz bereitgestellt werden. Das Wesen dieser offenen Materialien liegt darin, dass jedermann sie legal und kostenfrei vervielfältigen, verwenden, verändern und verbreiten kann. OER umfassen Lehrbücher, Lehrpläne, Lehrveranstaltungskonzepte, Skripte, Aufgaben, Tests, Projekte, Audio-, Video- und Animationsformate.“
(Lizenzhinweis: Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER. Die Lizenz des englischsprachigen Originaltextes der UNESCO ist die CC BY-SA 4.0.)

Hierzu zählen Werke mit Creative-Commons -Lizenz und gemeinfreie Werke (auch bekannt als „Public Domain“).

Ihre „Helfer“: Creative Commons (CC)

Werke mit CC-Lizenz (Creative Commons) können Sie, unter bestimmten Auflagen, kostenfrei und dauerhaft ...

  • vervielfältigen
  • verwenden
  • verarbeiten
  • vermischen
  • verbreiten

Allen CC-Lizenzen liegen juristische Standard- Lizenztexte zugrunde, die vorab genau die Verwertungsmöglichkeiten angeben. Sie haben somit von Anfang an Rechtssicherheit, wenn Sie im Netz auf diese speziell gekennzeichneten Materialien stoßen, und müssen nicht die Urheberin oder den Urheber ausfindig machen und um Nutzungserlaubnis bitten.

Das müssen Sie bei CC-Materialien angeben

Beim Verwenden von CC-Materialien müssen Sie folgende Lizenzangaben machen:

Gemeinfreie Werke

70 Jahre nach dem Tod der Urheberin oder des Urhebers gehen Werke an die Allgemeinheit über (Ausnahme: Das Urheberrecht wird vererbt). Man spricht dabei von gemeinfreien Werken oder Public Domain.

Im Sinne der CC-Lizenzen gibt es auch die entsprechende Abkürzung CC0 oder CC Zero . Namen sind aber bekanntlich „Schall und Rauch“: Egal, mit welchen Begriffen diese Werke bezeichnet werden: Allen ist gemeinsam, dass alle Rechte an Sie bei der Nutzung übergehen und Sie im Gegensatz zu den übrigen CC-Lizenzen nicht einmal eine Namensnennung leisten müssen.

Fazit

Es gibt viele OER-Materialien im Netz, die Sie als Lehrkraft nutzen können, wenn Sie sich an die richtigen Lizenzangaben halten. Ideal für den Unterricht ist sicherlich die Tatsache, dass viele dieser Materialien verändert werden dürfen (mit Ausnahme bspw. von CC BY-ND ). Vergessen Sie auch nicht die andere Seite: Material, das Sie erstellen und anderen als OER zur Verfügung stellen. Wenn andere Kolleginnen und Kollegen Ihr Produkt weiterbearbeiten, ergänzen, verbessern und dieses wiederum veröffentlichen, können Sie daraus auch wieder einen Nutzen ziehen! Oder, um es mit den Worten von Isaac Mao zu sagen: „The more you give, the more you receive.“

OER Präsentation für das Kollegium

PPT (1,31 MB)

OER-Quellen

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