Laser-Beamer: Warum die neuartige Projektoren- Generation für Schulen so empfehlenswert ist! – Wegweiser Digitale Schule

LASER-BEAMER: WARUM DIE NEUARTIGE PROJEKTOREN- GENERATION FÜR SCHULEN SO EMPFEHLENSWERT IST!

01.09.2020
Laser-Beamer: Warum die neuartige Projektoren- Generation für Schulen so empfehlenswert ist! © Anton - stock.adobe.com

Klassenzimmer benötigen neben analogen Tafeln auch die Möglichkeit einer großflächigen Projektion, damit digitale Lerninhalte für alle sichtbar werden. Wenn Sie auf interaktive Gesamtlösungen verzichten möchten, finden Sie im klassischen Deckenbeamer eine leistungsfähige und kostengünstige Alternative. In diesem Beitrag stelle ich Ihnen 2 empfehlenswerte Geräte vor, die auf eine moderne Laser-Technologie setzen.

Warum Laser-Beamer?

Herkömmliche Beamer sind mit Lampen ausgestattet, um das Bild an die Wand zu projizieren. Die Technik hat jedoch einige Nachteile:

  • Kurze Lebensdauer: Lampen müssen meist nach 5.000 Betriebsstunden ausgewechselt werden.
  • Niedrige Helligkeit und Kontrast: In der Regel müssen Sie das Klassenzimmer verdunkeln, um ein vernünftiges Bild zu erhalten.
  • Lautstärke: Lampen-Projektoren benötigen aufgrund der Hitzeentwicklung eine gute Belüftung – wenige Hersteller schaffen dabei einen angenehm leisen Betrieb.
  • Recycling: Beamer-Lampen enthalten Quecksilber.

 

Laser-Beamer hingegen bieten viele Vorteile:

  • Lange Lebensdauer: 20.000 Betriebsstunden und mehr sind die Regel.
  • Helligkeit und Kontrast hoch: Eine Verdunkelung der Zimmer ist in den meisten Fällen nicht notwendig.
  • Lautstärke: Aufgrund der geringeren Hitzeentwicklung sind diese Projektoren oft leiser als Geräte mit Lampe.
  • Recycling: Wo keine Lampe ausgetauscht werden muss, fällt auch die Entsorgungsproblematik weg.

 

Maxell MP-JW4001

© Hitachi_Europe

Neu auf dem Markt und von einem Hersteller, der schon lange sein gesamtes Projektoren-Sortiment auf Laser-Technologie umgestellt hat: der Maxell MP-JW4001. Der preisgünstige Beamer fällt durch seine sehr kompakte und schlanke Form auf – das macht ihn neben seinem Einsatz als Deckenbeamer zu einem ebenso guten tragbaren Gerät.

Maxell geht erstmals bei der Laser-Technologie einen anderen Weg als die meisten Mitbewerber: Statt die Leuchtstoffschicht auf einer drehenden Scheibe anzubringen, die von einem Elektromotor betrieben wird, kommt ein aus Leuchtstoff zusammengepresster Block zum Einsatz – ganz ohne drehende Teile. Der Wegfall des Motors hat 2 Vorteile: weniger mechanische Teile, die ausfallen können, und weniger Lautstärkeentwicklung.

© Hitachi_Europe

Ebenso überzeugend: Mit der „Perfect Fit 2“-Funktion können Sie die Geometrie der Ecken und Seiten des Bildes unabhängig voneinander einstellen und so passgenau an Ihr Klassenzimmer anpassen. Das Clone-Feature kopiert alle Einstellungen, die Sie dann auf baugleiche Geräte übertragen können – das spart Zeit beim Einrichten!

Maxells Beamer weiß auch bei seinen anderen Werten zu überzeugen: Mit einer Helligkeit von 4.000 Lumen und einem Kontrastverhältnis von 2.000.000:1 wird das Bild immer gut angezeigt, bei einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten.

 

© BenQ

BenQ LH720

Der Projektor von BenQ kommt nicht ganz so schlank und leichtfüßig daher wie Maxells Beamer. Mit einem Gewicht von 5,6 kg fühlt er sich ganz klar an der Decke wohler und eignet sich weniger als portables Gerät.

Obwohl BenQ bei diesem Modell weiterhin auf drehende Scheiben bei der Leuchtstoffschicht setzt, ist dieser Projektor etwas leiser als Maxells MP-JW4001. Besonders auffallen werden die 2 dB Unterschied jedoch nicht.

BenQs LH720 überzeugt dennoch bei der hervorragenden Bildqualität. Mit seiner 90%igen Abdeckung des Farbraums Rec.709 eignet er sich besonders gut für die Darstellung von Text und Grafiken.

© BenQ

Praktisch ist auch die LumiExpert-Funktion: Mit ihr erkennt der Projektor die Lichtbedingungen und passt die Helligkeit automatisch an. Das spart Strom und schont die Augen.

Der BenQ LH720 bietet ebenfalls eine Helligkeit von 4.000 Lumen, hat ein Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 und löst etwas geringer mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf.

 

Ansprechpartner für eine weitere Beratung

Für eine Beratung oder eine Vor-Ort-Demonstration, wenden Sie sich gerne an die Ansprechpartner der Hersteller, diese finde Sie links in der Tabelle.

 

Fazit: Maxell leicht vor BenQ

Bildqualität, automatische Helligkeitsanpassung und geringe Betriebsgeräusche überzeugen beim BenQ LH720. Trotzdem hat mir der Maxell MP-JW4001 besser gefallen. Seine höhere Auflösung und der bessere Kontrast sprechen ebenso für sich wie der Verzicht auf mechanische Teile bei den Leuchtstoffschichten. Das macht ihn, zumindest theoretisch, weniger anfällig für Ausfälle. Sein geringeres Gewicht macht ihn außerdem mehr zum Allrounder als BenQs LH720.

Grundsätzlich bin ich ein Freund von einfachen und nachhaltigen Lösungen. Aus diesem Grund braucht aus meiner Sicht ein Klassenzimmer kein teures Display, bei dem sich nach Ablauf der Betriebszeit auch die Frage nach der ordnungsgemäßen Entsorgung stellt.

 

Beamer vs. Display?

Lesen Sie in diesem Artikel die Meinung von 2 Experten.

 


 

Workshop

  • Diskutieren Sie mit Ihrem Medienteam, welche Art von Projektionslösungen zu Ihrer Schule und Ihrem Kollegium passt.
  • Prüfen Sie ebenso bauliche Gegebenheiten bei der Zimmerdecke – nicht immer lassen sich ohne größeren Aufwand Beamer daran installieren. Dies ist beispielsweise manchmal bei abgehängten Decken mit Gipskonstruktionen der Fall.
  • Kontaktieren Sie die im Artikel genannten Ansprechpartner (und/oder auch weitere!), und testen Sie Vorführgeräte vor Ort, um sich ein genaueres Bild zu machen.

 

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