„Mi ŝatas lerni“: Online Sprachen üben mit Lingolia – Wegweiser Digitale Schule

„MI ŜATAS LERNI“: ONLINE SPRACHEN ÜBEN MIT LINGOLIA

22.03.2018
„Mi ŝatas lerni“: Online Sprachen üben mit Lingolia

Vokabelhefte und Zettelkästen – auch im digitalen Zeitalter verlieren diese Lernformen nicht an Bedeutung. Schließlich fördert das manuelle Aufschreiben von Regeln und Vokabeln den Lernprozess. Digitale Angebote können diesen Prozess unterstützen, mit einfachen oder alternativen Regelerklärungen, mit neuen Vokabeln oder interaktiven Übungen. Ein solches digitales Angebot möchte die Webseite Lingolia sein.

„Einfach besser in Sprachen“, so lautet der Slogan von lingolia.de. Das kostenlose Internet-Portal hat es sich zum Ziel gesetzt, das Lernen von Fremdsprachen zu erleichtern: ein hoher Anspruch, dem sich die Webseite stellen muss.

 

5 Sprachen lernen – in 6 Sprachen

Lingolia ist eine international ausgerichtete Plattform. Mit einem Mausklick lässt sich die Webseite auf Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Russisch umstellen. Positiv hervorzuheben ist die gelungene Übersetzung der Webseite. Grammatik- oder Vokabelfehler sind uns nicht aufgefallen. Momentan können Ihre Schüler mit Lingolia 5 verschiedene Sprachen lernen. Neben den Klassikern Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch findet sich als kleines Kuriosum die konstruierte Sprache Esperanto im Portfolio.

 


Tipp:

Apps und E-Books in den gängigen Stores

Lingolia bietet ein umfangreiches Programm zum Kauf an. Neben Grammatik-Büchern für Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch gibt es diese auch als App oder E-Book für Android und iOS. Ferner können PDFs mit Regeln und Übungen heruntergeladen werden, auch für Esperanto. Alle diese digitalen Angebote bewegen sich im Rahmen von 6 €, die Taschenbücher von 10 €. Kostenlos ist die App Lingolia Daily, mit der man jeden Tag ein neues Wort in 7 Sprachen lernen kann. Das ersetzt kein Schulbuch, ist aber eine nette Ergänzung für zwischendurch.

Quelle: Screenshot @ lingolia.de

Lingolia verpackt neue Vokabeln ansprechend in gezeichneten Bildern, die sich aber nicht vergrößern lassen und darum nicht immer klar zu erkennen sind.


 

Was auf den ersten Blick befremd-lich erscheinen mag, hat durchaus seine Bewandtnis: Denn die 1887 von Ludwik Lejzer Zamenhof veröffentlichte Plansprache wurde mit dem Ziel geschaffen, eine einfache, leicht erlernbare Sprache für die internationale Kommunikation zu sein. Schätzungen gehen davon aus, dass es aktuell etwa 2 Millionen Sprecher in über 100 Ländern gibt, was besonders beim Reisen von Nutzen sein kann.

 

Schwerpunkt Grammatik

Schon auf der Startseite verweist Lingolia darauf, dass der Fokus auf der Grammatik der 5 Sprachen liegt. Hierzu finden Sie folglich auch das umfangreichste Material mit Konjugations- und Deklinationstabellen, Satzbauregeln oder Übersichten über die verschiedenen Modi und Tempi. Positiv hervorzuheben ist auch, dass die Regeln viele Beispiele zur Veranschaulichung enthalten.

Neben „Grammatik“ finden Sie zu jeder Sprache noch die Kategorien „Wortschatz“ und „Schreibschule“, bei Deutsch und Englisch als Zusatz „Landeskunde“. Esperanto liefert dagegen neben „Grammatik“ und „Wortschatz“ Hintergrundinfos über die Plansprache und ihren Nutzen.

 

Kein Portal für Vokabel-Freunde

Die klare Ausrichtung auf die Grammatik der jeweiligen Sprachen geht bisher aber etwas auf Kosten der Vokabelvielfalt. Neben einem Grundwortschatz gibt es Bilder zu Themen wie „Reisen“, „Sport“ oder „In der Stadt“, mit deren Hilfe neue Vokabeln gelernt werden können. Hier finden sich auch kurze Lesetexte mit Übersetzung und einer Vorlesefunktion durch Muttersprachler sowie Vokabeltests.

Der Umfang der neuen Vokabeln ist jedoch überschaubar und entspricht in etwa dem eines Schulbuchs für das erste Lernjahr. Auch werden nicht alle Vokabeln immer direkt erklärt und es gibt keinen Schwierigkeitsgrad für die Lesetexte, sodass sich Lingolia zum Selberlernen einer neuen Sprache nur begrenzt eignet.

Stattdessen erfüllt das Portal seine Funktion hauptsächlich als Ergänzung zu bestehenden Lernformen und lässt sich von Ihren Schülern am besten zum schnellen Nachschlagen und zum Grammatik-Lernen für Klassenarbeiten einsetzen. Seinem Anspruch, das Lernen zu erleichtern, wird die Webseite also gerecht, allerdings nicht vollumfänglich. ■

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