Musik für Ihre Medienprodukte: Mit lizenzfreien Lösungen rechtssicher und dennoch qualitativ hochwertig! – Wegweiser Digitale Schule

MUSIK FÜR IHRE MEDIENPRODUKTE: MIT LIZENZFREIEN LÖSUNGEN RECHTSSICHER UND DENNOCH QUALITATIV HOCHWERTIG!

01.03.2020
Musik für Ihre Medienprodukte: Mit lizenzfreien Lösungen rechtssicher und dennoch qualitativ hochwertig! © polya olya -stock.adobe.com

Sie haben einen Film mit Ihren Schülern erstellt und möchten diesen nun mit kurzen Musikeinblendungen untermalen? Ihre Lernenden sind mit der Produktion eines Hörspiels fertig, aber es fehlt noch der letzte Feinschliff?

Lieder untermalen erstellte Werke, verhelfen diesen zu mehr Charakter und sprechen das Publikum auf einer emotionaleren Ebene an. Doch wie ist die rechtliche Lage? Welches Audiomaterial dürfen Sie verwenden und für welche Zwecke?

Herunterladen von YouTube-Musik

Es gibt diverse Download-Programme und Internetseiten, mit denen Sie ganze Videos oder nur die Tonspur von Videos als MP3-Datei herunterladen können. In den AGB von YouTube steht, dass Google dieses Vorgehen nicht erlaubt. Ganz abgesehen davon, dass viele dieser kostenlosen Download-Programme mit Viren und Trojanern verseucht sind, stößt man bei der Verwendung auf juristische Fragestellungen.

Etliche Juristen vertreten aber folgende Meinung: Sind Sie nicht auf YouTube angemeldet, werden Ihnen die AGB nicht präsentiert und Sie stimmen folglich nicht zu. Ergo: Der Download ist prinzipiell nicht illegal. Aber: Die Nutzung dieser heruntergeladenen Musik ist Ihnen nur für den Einsatz im Klassenverbund (= nicht öffentlich) erlaubt. Sobald Sie Ihr mit Musik untermaltes Video oder Hörspiel über Ihre Klasse hinaus vorstellen oder gar im Netz veröffentlichen möchten, ist dies nicht erlaubt.

Heruntergeladene YouTube-Musikdateien (und auch Videos) stellen in meinen Augen eine Grauzone dar – ich habe deshalb davon immer Abstand genommen und kann Ihnen das auch nur raten.

 

Eigene MP3s verwenden

Nicht viel anders verhält es sich mit Musik, die Sie erworben haben. Die Nutzung nur innerhalb Ihrer Klasse stellt kein Problem dar – veröffentlichen dürfen Sie hingegen nicht.

 

Urheberrechtlich geschützte Musik dürfen Sie nicht veröffentlichen

Diese Anbieter halten freie Musik zum Download bereit.

Ob YouTube oder Ihre eigene Musik – in den allermeisten Fällen handelt es sich um urheberrechtlich geschützte Werke, die für den privaten, nicht öffentlichen Einsatz verwendet werden dürfen, aber darüber hinaus eben nicht. Stellen Sie derartige Werke ins Netz, riskieren Sie eine Abmahnung und müssen mit Schadenersatzansprüchen der Musikproduzenten rechnen. Das gilt es natürlich zu vermeiden! Aus diesem Grund möchte ich Ihnen im Folgenden Alternativen zu urheberrechtlich geschützter Musik vorstellen.

In dieser Tabelle habe ich Ihnen Anbieter zusammengestellt, die freie Musik zum Download bereithalten, die Sie dann mit Ihren Schülern in anderen Medienprodukten einbauen und auch veröffentlichen dürfen.

 

Zum Schluss noch etwas ganz Spezielles: Incredibox

Wenn Sie eine lizenzfreie Musik möchten, die Ihre Schüler selbst erstellen sollen, habe ich da etwas Besonderes für Sie: Bei Incredibox (incredibox.com) handelt es sich um ein interaktives Erlebnis, um Musik zu erstellen. Dabei stehen Ihnen mehrere Beatboxer in einer Comic-Grafik zur Verfügung, die Sie mit Mützen, Taucherbrillen, Kopfhörern und mehr bekleiden können. Je nach Kleidungsstück sorgen die Figuren für Beats, Melodien, Gesang oder Effekte. Meine Schüler lieben es!

Incredibox bietet insgesamt 7 verschiedene Musikstile – in der kostenlosen Webversion haben Sie Zugriff auf 4 davon. Die restlichen können Sie nur mit der zahlungspflichtigen App nutzen.

Die erstellte Musik lässt sich direkt im Tool aufnehmen, herunterladen und frei verwenden.

 

Fazit: Es gibt so viele Alternativen!

Bei den vorgestellten Angeboten haben Sie Zugriff auf viele Quellen mit ganz unterschiedlichen Musiktiteln, sodass Sie für Ihre Medienprojekte im Unterricht womöglich ganz auf urheberrechtlich geschützte Musik verzichten können. Zusätzlich verfügen Sie damit über eine optional größere Reichweite, da Sie die Schülerwerke auch veröffentlichen können – datenschutzrechtliche Einwilligungserklärungen aller Betroffenen natürlich vorausgesetzt. Ihrem nächsten Medienprojekt, wie etwa einem Erklärvideo oder einer Podcast-Folge, steht damit nichts mehr im Wege!

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