Dienstgeräte für Lehrkräfte: Mit diesen Tipps gelingt Ihnen die Umsetzung – Wegweiser Digitale Schule

DIENSTGERÄTE FÜR LEHRKRÄFTE: MIT DIESEN TIPPS GELINGT IHNEN DIE UMSETZUNG

01.09.2020
Dienstgeräte für Lehrkräfte: Mit diesen Tipps gelingt Ihnen die Umsetzung © Kaspars_Grinvalds - stock.adobe.com

Sie kennen vielleicht die folgende Situation, die an vielen Schulen vorherrscht: Lehrkräfte setzen ihr privates Laptop oder Tablet im Unterricht ein, da von der Schule oder dem Träger kein Gerät zur Verfügung gestellt wird. Die Folge ist ein Wildwuchs an Gerätschaften, die eine einheitliche Administration und Sicherheitskonfiguration unmöglich machen. Von der datenschutzrechtlichen Fragestellung ganz zu schweigen.

Wenn aber Geräte für die Schüler beschafft werden, sollten die Lehrkräfte nicht vergessen werden. Warum dies so sinnvoll ist und wie Ihnen dies gut gelingt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Problematik

Seit vielen Jahren bin ich Systembetreuer an meiner Schule und weiß, wie schwierig es ist, private Endgeräte der Kollegen in das Schulnetz zu integrieren und sie zu unterstützen. Diese Fragen und die damit verbundenen Probleme traten immer wieder auf:

  • Handelt es sich um Tablets oder Laptops und welches Betriebssystem ist installiert?
  • Sollen sich die Lehrkräfte am Schulnetz anmelden können? Arbeiten sie dann mit 2 Accounts, einem privaten und einem schulischen? Und wie werden die Daten, die dann in unterschiedlichen Accounts liegen, zusammengeführt?
  • Können Sie die von der Schule zur Verfügung gestellte Software (Office-Produkte, Notenverwaltung, Programme zur Erstellung von Arbeitsblättern …) auf Ihrem Gerät nutzen?
  • Wie erfolgt die Integration der Kopierer und Drucker in der Schule?
  • Wie kann ein grundlegender Schutz (Firewall, Antivirenprogramm) gewährleistet werden?

In der Juni-Ausgabe 2019 habe ich in diesem Artikel zu Klassenarbeiten auf privaten Lehrergeräten zudem beschrieben, dass die Speicherung von personenbezogenen Schülerdaten einer Genehmigung bedarf – digitale Klassenarbeiten sind aber nach wie vor nicht zulässig.

 

Die Lösung

Mit von der Schule zur Verfügung gestellten Dienstgeräten haben Sie eine professionelle Lösung:

  • Es gibt 1 einheitliches Gerät mit 1 Betriebssystem.
  • Die Geräte können zentral über ein MDM-System (Mobile Device Management) konfiguriert und verwaltet werden. Lesen Sie hierzu auch in der Juli-Ausgabe 2018 den Artikel zu MDM.
  • Software und Apps können genau auf das Gerät abgestimmt eingesetzt und mit MDM auch automatisiert auf die Geräte gepusht werden.
  • Geräte wie Drucker und Kopierer können automatisch über Richtlinien hinzugefügt werden.
  • Durch das einheitliche System können Sie auch leicht Lösungen zur drahtlosen Bildschirmübertragung auf Ihre Projektionslösung einplanen.
  • Ebenso erfolgen die Konfiguration einer Firewall und die Installation von Antivirenprogrammen zentral.
  • Veränderungen an Systemeinstellungen durch die Kollegen können Sie unterbinden.
  • Personenbezogene Daten und auch digitale Klassenarbeiten können mit ausreichenden Schutzvorkehrungen – wie z. B. Kennwortschutz beim Entsperren des Gerätes – gespeichert werden.

 

So gehen Sie vor

  • Diskutieren Sie in Ihrem Medienteam verschiedene Geräte- und Betriebssystemtypen. Ziehen Sie eventuell auch die Nutzung eines Touchdisplays und einer Stifteingabe in Betracht.
  • Besorgen Sie nach Möglichkeit Testgeräte und probieren Sie diese aus.
  • Kaufen Sie die Dienstgeräte im Idealfall bei einem Händler, der auch die Verwaltung per MDM für Sie übernimmt.
  • Bieten Sie den Lehrkräften Einführungsschulungen im Umgang mit den Geräten an. Dies kann durch Ihre Systembetreuung geschehen. Meist bieten die Händler dies jedoch auch als Service an.
  • Fordern Sie bei den Angeboten optional zum Kaufpreis auch die Möglichkeit eines Leasings an, und vergleichen Sie gemeinsam mit Ihrer zuständigen Kämmerei.
  • Berücksichtigen Sie bei der Beschaffung ebenso eine Lösung zur drahtlosen Bildschirmübertragung auf einen Beamer oder ein Display.

 

Fazit: Vorteilhaft für alle Beteiligten

Mit der Bereitstellung von Dienstgeräten schaffen Sie die Grundlage für eine professionelle Ausstattung der Lehrkräfte. Die Administration der Geräte minimiert den Verwaltungsaufwand enorm, und die Kollegen können passgenau bei der Nutzung unterstützt werden.
Es ist empfehlenswert, die Rahmenbedingungen für die Nutzung schriftlich in einer Nutzungsvereinbarung festzuhalten, die von den Lehrkräften unterschrieben wird. Ein Muster finden Sie hier zum Herunterladen:

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