Mit diesen Vorlagen und einer passenden App zeichnen Sie Visualisierungen, die sich sehen lassen können – Wegweiser Digitale Schule

MIT DIESEN VORLAGEN UND EINER PASSENDEN APP ZEICHNEN SIE VISUALISIERUNGEN, DIE SICH SEHEN LASSEN KÖNNEN

01.08.2019 | 03:49 min

Ich gebe es offen zu: Ich bin ein miserabler Zeichner und bringe frei Hand überhaupt nichts Vernünftiges zu Papier. Auf Twitter sehe ich immer wieder wunderbar gezeichnete Sketchnotes, und auch auf keiner Tagung, die sich digitalen Medien widmet, darf dieses Fortbildungsthema der meist digital gestützten Visualisierungen fehlen.

Zum Glück bin ich dann auf das „Sketch it“-Kartenspiel gestoßen, das Schritt für Schritt tolle Vorlagen liefert. Nachzeichnen kann ich sie zumindest, und Sie schaffen das auch!

 

Was sind Sketchnotes überhaupt?

Bei Sketchnotes handelt es sich um visuelle Notizen, bei denen Text mit gezeichneten Bildern kombiniert wird. Durch die Mitschrift in Form von Text, Zeichnung, Grafiken, Pfeilen und Sprechblasen ergibt sich anstelle von linearen Informationen ein Gesamtbild. Sketchnotes eignen sich besonders gut zur Veranschaulichung, zur Reflexion und zur Verknüpfung von Vorwissen. Außerdem wird durch das Handschriftliche auch das Gehirn „ausgebremst“, und es bleibt mehr Zeit zum Verinnerlichen.

 

Wofür können Sie Sketchnotes verwenden?

Zum einen können Sie die Technik verwenden, um bei Tagungen oder Fortbildungen Mitschriften visuell zu gestalten und so dafür zu sorgen, dass Sie sich später an die gelernten Inhalte besser erinnern können. Um solche Notizen ad hoc zu erstellen, benötigt man allerdings schon einiges an Geschick und Übung. Ich persönlich bin davon noch weit entfernt, aber z. B. Banner oder Glühbirnen zeichnen, die dann Überschriften oder wichtige Inhalte hervorheben, das traue ich mir mittlerweile schon zu. Zum anderen können Sie die visuellen Notizen auch verwenden, um Ihr Unterrichtsmaterial schöner zu gestalten und Ihren Schülern damit Lerninhalte anschaulicher und auch bedeutsamer zu präsentieren. Wenn Sie es dann noch schaffen, dass Ihre Schüler diese Technik für ihre eigenen Mitschriften und Hefteinträge verwenden und bei Präsentationen einzelne Folien damit gestalten, haben Sie ihnen wertvolle Fertigkeiten bei der Informationsverarbeitung und -speicherung mitgegeben.

 

Aber jetzt zum „Sketch it“-Kartenspiel!

Bei dem von Wibke Tiedmann (Twitter: @TiedmannConsult) und Stefanie Maurer (Twitter: @MaurerStef) erstellten Kartenspiel handelt es sich um kostenlose Kärtchen im DIN-A6-Format, die Sie herunterladen und laminieren können. Sie dienen als Vorlagen, die Sie leicht nachzeichnen können.

Die Kartensets gliedern sich in:

  • Visuelles Alphabet
  • Container
  • Trennen und Verbinden
  • Figuren
  • Lettering
  • Strukturen

Außerdem gib es ein Set mit Aufgaben, an die Sie sich am besten dann heranwagen, wenn Sie mit den anderen Kartensets bereits etwas geübt haben. Ich habe das „Sketch it“-Kartenspiel frei verwendet und nach Lust und Laune mit den einzelnen Vorlagen geübt.

Das Kartenspiel können Sie herunterladen unter: www.wweiser.de/sketchit

 

Welche Apps sind empfehlenswert?

Natürlich können Sie die visuellen Notizen mit Papier und Filzstift erstellen. Wenn Sie ein Tablet mit Stift haben, empfehle ich Ihnen aber, die Sketchnotes damit zu erstellen. Sie haben so die Möglichkeit, jederzeit Fehler rückgängig zu machen und zu radieren. Außerdem können Sie bei manchen Apps auch mehrere Ebenen verwenden und über bestehende Elemente zeichnen, ohne diese zu beeinflussen. Was ich bei Zeichen-Apps auch besonders geschickt finde: Zunächst können Sie relativ groß und somit auch detailreich zeichnen und im Anschluss daran dann diesen Bereich verkleinern und verschieben, um ihn dann innerhalb Ihrer Struktur anzuordnen.

 

Mein persönlicher Favorit unter den Zeichen-Apps

Ich benutze ein iPad Pro mit Stift und verwende für Sketchnotes gerne die App Tayasui Sketches – eine Android-Version ist ebenso erhältlich. Tayasui Sketches ist in der Grundversion kostenlos, die Pro-Version kostet einmalig 6,99 €. Dafür erhalten Sie dann weitere Stifte und Pinsel, mehr als 2 Ebenen, nasse Wasserfarben, Verläufe und Muster und vieles mehr.

 

Fazit: Mit Sketchnotes können Sie wundervolle Visualisierungen anfertigen

Ich bin ein richtiger Sketchnotes-Fan! Nicht, dass ich aufgrund des Kartenspiels zum wahren Visualisierungskünstler geworden bin. Aber ich kann mittlerweile ganz ansehnliche kleine Elemente anfertigen, mit denen ich Mitschriften und auch Unterrichtsmaterial aufhübschen kann. Besonders bemerkenswert finde ich auch, dass ich durch das Visualisieren in einen tiefenentspannten Zen-Modus gerate: Mal weniger tippen und mehr zeichnen, das hilft mir beim Runterkommen und erdet mich regelrecht.

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